Hamburg Steuerberater

Die Berufsbezeichnung Steuerberater heißt: Eine Beschäftigung als Berater in Steuersachen zu haben. Ein Berater befasst sich mit steuerrechtlichen und daneben mit volkswirtschaftlichen Aufgaben. Steuerberater unterstützen bei der Erstellung einer Steuererklärung. Bei Bedarf übernimmt ein Steuerberater den vollständigen Steuervorgang. Demzufolge braucht man sich nicht mit der schwierigen Materie auseinanderzusetzen. Die Problematik übernimmt dann ein Fachmann. Zu den zusätzlichen Aufgaben des Beraters gehören die Erstellung von Jahresbilanzen, die Anfertigung von Buchführungen, Beurteilung von Bescheiden der Steuerbehörde und Vertretung vor Gericht bei Streitigkeiten mit der Finanzbehörde. Ein Steuerberater übernimmt für Unternehmen oftmals die Finanzbuchhaltung, Lohn- und Gehaltsabrechnung, Beratungsleistungen hinsichtlich des Rechnungswesen und der Vermögensverwaltung, und Beantwortung von betriebswirtschaftlichen Fragestellungen. Zusätzlich kann der steuerliche Berater sogar die Insolvenzabwicklung und Liquidation eines Betriebes ausführen. Ebenso sind Nachlassverwaltung und Testamentsvollstreckung, Betriebsberatung, vormundschaftliche und treuhänderische Aufgaben ausführbar. Das Tätigkeitsfeld des Beraters ist jedoch begrenzt und darf nicht über die Grenzen hinausgehen. Die weitergehende Beratung darf zum Beispiel lediglich durch einen Anwalt ergehen. Um die Arbeit eines Steuerberaters auszuüben hat jeder eine Steuerprüfung zu bestehen und muss eine Zulassung beantragen. Die Berechtigung kann über ein Studium an einer Hochschule erfolgen. Anforderung ist ein wirtschaftswissenschaftlicher oder juristischer Abschluss. Danach erfolgt eine praktische Betätigung auf dem Gebiet des Steuerrechts. Die Dauer der Tätigkeit bemisst sich nach der vorab geleisteten Studienzeit. Bei mindestens 8 Semestern sind 24 Monate notwendig. Bei weniger als 8 Semestern müssen 3 Jahre praktische Lehre absolviert werden. Der zweite Weg zur Steuerberaterberechtigung ist eine kaufmännische Ausbildung. Nach der kaufmännischen Ausbildung braucht man 10 Jahre Arbeitserfahrung bevor man eine Zulassung als Steuerberater bekommt. Die Prüfung besteht aus drei schriftlichen Arbeiten und einem mündlichen Leistungsnachweis. Relevante Prüfungsgebiete sind u.a.: steuerliches Verfahrensrecht, Steuern vom Einkommen und Ertrag, Erbschaftssteuer, Verkehrssteuer, Wirtschaftswissenschaften und Rechnungsführung, VWL und Insolvenzrecht, Handelsrecht, Gesellschaftsrecht und Europarecht. Insgesamt müssen 3 schriftliche Arbeiten aus den oben genannten Gebieten angefertigt werden. Die mündliche Prüfung besteht aus einem Aktenvortrag und 6 weiteren Prüfungen. Nach der erfolgreichen Prüfung ist schließlich die Ernennung als Steuerberater möglich. Die Ernennung ist gleichwohl von der persönlichen Befähigung des Betroffenen abhängig. Die Erennung geschieht schließlich durch die Kammer der Steuerberater. Jeder erhält eine Berufsurkunde und kann sodann nach allem als Steuerberater beschäftigt werden. Man kann sich als Steuerberater selbstständig machen um alleine ein Unternehmen zu führen oder man schließt sich zusammen. Das geht zum Beispiel in Gestalt einer Sozietät als Gesellschaft bürgerlichen Rechts, Partnergesellschaft mit beschränkter Haftung, Bürogemeinschaft, KG, OHG oder einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Zu unterscheiden ist der Steuerberater von einem Anwalt, der einen Fachanwaltstitel für das Steuerrecht hat. Der Rechtsanwalt kann nur Beratung leisten, aber nicht die komplette Tätigkeit eines Beraters übernehmen. Alle zugelassenen Berater sind in einem öffentlichen Verzeichnis aufgeführt. Gegenwärtig sind nahezu 94.000 steuerliche Berater in in der Bundesrepublik zugelassen. Die Anzahl hat sich 2014 um 1,7 Prozent erhöht. Die große Anzahl an Steuerberatern ist ein Symbol für das hohe Bedürfnis an Steuerberatern. Aufgrund der zahlreichen Schwierigkeiten im Steuerrecht geben viele Privatperson und speziell Unternehmen die Aufgabe an einen Sachkundigen ab. Die Steuerberater verfügen über ein hohes Expertenwissen und weisen zudem jahrelange Erfahrung auf dem Gebiet auf. Für die meisten Probleme wissen die steuerlichen Berater eine Lösung. Bei umfassenden Steuerangelegenheiten empfiehlt es sich einen Berater zu kontaktieren.